Thuja occidentalis ist die lateinische Bezeichnung für den Lebensbaum, eine sehr beliebte immergrüne Heckenpflanze.
Aber Thuja kann noch viel mehr. Die hautreizenden Blätter des eher unscheinbaren Baums, der über 20 Meter hoch werden kann, werden häufig in der Homöopathie eingesetzt.
Meist wird die aus diesen Blättern hergestellte Arznei, die durch das wiederholte starke Verdünnen der Ausgangstinktur mit Wasser oder Alkohol potenziert wurde, als Globuli angeboten. Diese winzigen Rohrzuckerkügelchen werden pur auf die Zunge gelegt, damit das Mittel über die Schleimhäute wirken kann. Weiterhin ist es in Tabletten- oder flüssiger Form erhältlich.
Die sogenannte Leitsymptomatik, auf die in der Homöopathie großer Wert gelegt wird, nennt für eine Behandlung mit Thuja Menschen, die schüchtern und verschlossen sind, sich unattraktiv fühlen, unsicher sind, zu Kopfschmerzen, Schwindelanfällen, starkem Schwitzen, Durchfall und Warzenbildung neigen; oft treten bei diesen Menschen Allergien auf, vor allem gegen Hausstaubmilben, zu fette Speisen, Äpfel und Zwiebel. Häufig ist die Haut unrein und neigt zu Pickeln.
Das Behandlungsbild ist vielfältig. Thuja wird oft zur Behandlung von Warzen eingesetzt. Auch bei der Therapie von auf die Geschlechtskrankheit Gonorrhoe folgenden Krankheiten (hauptsächlich Entzündungen und Infektionen, teilweise Geschwürbildung) sowie bei Impfschäden (z. B. Asthma) ist es ein weitverbreitetes homöopathisches Mittel. Ferner wird es bei starkem Schwitzen, unreiner Haut, Allergien und Hautausschlägen angewendet.
Neben der Anwendung in den verschiedenen Potenzen (stärker oder schwächer verdünnt) kommt auch die Urtinktur zum Einsatz. Warzen werden damit erfolgreich durch Einreiben behandelt. Gerade bei den schwer zu behandelnden Genitalwarzen konnten gute Erfolge erzielt werden. Mit Wasser verdünnt wird die Urtinktur auch bei Verbrennungen und Sonnenbränden angewandt.
Auch homöopathische Mittel können teilweise starke Nebenwirkungen haben! Deshalb sollte auch die aus den Wirkstoffen von Thuja gewonnene Arznei nur in Kooperation mit einem Arzt oder Heilpraktiker eingenommen werden, der mit dem Patienten und dessen Krankheitsbild vertraut ist. Dieser wird auch die richtige Dosierung und Anwendungsdauer finden.
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